Einige technische Hinweise zur Konstruktion von Chemisch Nickel- Behältern              

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Es existieren teilweise sehr unterschiedliche Auffassungen zur Konstruktion eines geeigneten chemisch Nickelbehälters. Immer wieder sehe ich in der Praxis, dass wichtige Voraussetzungen nicht berücksichtigt werden. Aufgrund von gemachten Erfahrungen haben sich auch bei mir im Sinne des technischen Fortschrittes veränderte und bessere Möglichkeiten entwickelt.      

                                                            ...schräger Behälterboden...

So favorisiere ich frei hängende, nicht im Elektrolyten befindliche, Filterbeutel gegenüber den "starren Systemen" Filterkerzen/Filtertopf bzw. Druckfiltration. Auch die Elektrolytpumpe, welche zur Filtration, Elektrolyttransport und -strömung sowie zum Austausch von einem zu einem zweiten Behälter benötigt wird, sollte eine volleintauchende Stabpumpe sein, die 10 bis 20 mal pro Stunde das Volumen umwälzt/filtriert.

Die Frage, aus welchem Material der Behälter bestehen sollte, also PP oder Edelstahl 1.4571, ergibt sich aus folgenden, praxisnahen Gegebenheiten : 

Einschichtige Arbeitsweise     ->  Edelstahl - wichtig, zwecks Vermeidung der Vernicklung an den Behälterflächen ist das Prinzip "Protektostat" bzw. "anodischer Wannenschutz" notwendig. Hier das Wirkprinzip.  

Mehrschichtige Arbeitsweise  ->  PP

Ein wesentlicher Grund für diese Situation ist erfahrungsgemäß die, für Edelstahlbehälter, zeitlich aufwendigere Reinigung.  

Heizung : Hier haben sich Edelstahlheizkörper 1.4571 durchgesetzt. Mit Winkelheizkörper nimmt die abzugebende Wärme den längeren Weg und wird somit besser genutzt. Bei Stabheizkörper ist eine intensivere Wärmeabführung notwendig, zwecks Vermeidung von Überhitzungen, welche zu Nickelpartikelbildungen führen können. Zur Dimensionierung der Heizleistung gilt die allgemeine Regel :

Beginnend bei Raumtemperatur sollte spätesten nach 3 bis 4 Stunden Anheizzeit die Betriebstemperatur erreicht sein. Ganz wichtig ist die Heizkörperoberfläche.Es gilt max. 

           2 W/cm2 nicht zu überschreiten. 

Beispiel : 600 Liter benötigen 27 kW, nach 3 Stunden liegen ca. 87 bis 89 °C vor.

Arbeitet man von Montag bis Freitag, so reduziert sich die Anheizphase bis Arbeitsbeginn auf 1 bis 2 Stunden, da der Elektrolyt Wärme speichert und in Abhängigkeit der Behälterisolierung diese Zeit beeinflusst wird.

Nicht vergessen darf die Steuerung gekoppelt mit min. und max. Füllstandshöhe des Elektrolyten.

Elektrolytbewegung : Mittels vorhandener Luft- oder/und Elektrolytschlange unterhalb von Winkel- bzw. parallel zum Boden führende Heizkörper oder sehr nahe an Stabheizkörper für eine ausreichende Wärmeabführung sowie Elektrolytantransport zur und raschen Wasserstoffabführung von der  Warenoberfläche. Ebenfalls hat sich im Gestellbereich eine Warenbewegung bewährt.

Ideal sind zwei um 90° versetzte Bewegungsarten, damit auch in Vertiefungen guter Elektrolytaustausch stattfinden kann.

Interessant ist die Anbringung eines Spritzrohrsystem auf halber Behälterhöhe.

2 Spritzrohre befinden sich gegenüberliegend an den längeren Innenwänden. Die Austrittslöcher sind in Abständen von 5 bis 15 cm angeordnet und zeigen im Wechsel mit 45 ° nach oben bzw. zum Behälterboden. Somit wird fast das gesamte Badvolumen im Behälter sehr gut bewegt.

Vorgehensweisen im Rahmen von Dispersionsbeschichtungen mit zum Beispiel 

B4C oder SiC oder Diamant oder PTFE unterliegen zusätzlicher Aufwendungen.

An dieser Stelle möchte ich aufhören. Es gibt aber noch weitere Tipps und Hinweise, damit das Betreiben von chemisch Nickel-Bädern niemandem "schlaflose Nächte" bereiten sollte.                                                                                                                                

  

Praxiserfahrungen zur Ausstattung von chemisch Nickel Behältern hier

 

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                                                                   absolut dichte Heizkörper                                                                      eine gute Trocknungseinrichtung verhindert "Wasserflecke" 

optimale Filtration - Prinzip "Rucksack", frei hängender Filterbeutel, für das Bedienpersonal schnell austauschbar

     

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ungeeignete und veraltete Filtrationsprinzipien, die keine waren und keine sind, weil sie lediglich "zurückhalten" und chemisch Nickelbäder zur Zersetzung bringen

        Kerzen            

                                               

 

 

Filterscheiben

 

Druckfiltration 

das Problem Druckfiltration, es werden Nickel Partikel produziert, die im chemisch Nickel Elektrolyten weiter wachsen, den Elektrolyten und die Qualität der abgeschiedenen Schichten  instabil werden lassen. Hier kann sich nur der chemisch Nickel Lieferant wegen zunehmenden Nickelverbrauch freuen ! 

 

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anodischer Wannenschutz

Protektostat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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